Japan entdecken: So wird die Rundreise zum unvergesslichen Erlebnis

Asien ist ein faszinierender Kontinent. Neben Thailand gehört Japan zu den beliebtesten Reisezielen im Reich des Lächelns. Zwischen Tradition und Moderne hat dieses Land kulturell, gesellschaftlich, aber auch landschaftlich viele traumhafte Orte zu bieten. Japan gehört zu den Reiseländern, die sich besonders gut für eine Rundreise eignen, um so viel wie möglich von den faszinierenden Sehenswürdigkeiten mitnehmen zu können. Vor allem Besucher, die zum ersten Mal nach Japan kommen, sollten sich durch eine Rundreise die Möglichkeit geben, die unterschiedlichsten Facetten des Gastgebers kennenzulernen. Wir verraten, welche Reiserouten besonders zu empfehlen sind und wie die Japanrundreise garantiert zu einem faszinierenden Erlebnis mit Erinnerungsfaktor wird.

Auf eigene Faust oder mit dem Profi verreisen?

Wer eine Rundreise durch Japan plant, sollte sich zunächst fragen, ob er Land und Leute auf eigene Faust entdecken, oder sich in die erfahrenen Hände eines Profis geben möchte. Es gibt zahlreiche Reiseveranstalter, die sich auf Japan Rundreisen spezialisiert haben und sowohl für Gruppen als auch für einzelne Parteien das perfekte Angebot im Gepäck haben. Geführte Rundreisen haben den Vorteil, dass es nicht nötig ist, sich im Vorfeld über die örtlichen Gegebenheiten zu informieren. Reiseveranstalter kennen die besten Reiserouten und wissen, wie sie ein Maximum an Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Besonderheiten in einen sinnvollen Zeitplan verpacken. Meist werden geplante Rundreisen vor Ort mit einem Bus durchgeführt und als Gruppenreise organisiert. Das beinhaltet neben dem geballten Expertenwissen zu Land und Leuten natürlich potenziell auch nette Kontakte zu Mitreisenden. Dafür geht allerdings viel Flexibilität verloren, weil die Rundreise einem festgelegten Zeit- und Reiseplan folgt. An besonders schönen Orten länger zu verweilen, ist bei dieser Variante leider nicht möglich.

Deutlich flexibler und individueller lässt sich eine Rundreise in Eigenregie gestalten. Dazu ist allerdings etwas Vorarbeit vonnöten. Wenn ihr euch selbst auf den Weg machen möchtet, solltet ihr euch einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten und Regionen Japans machen und dann einen individuellen Plan davon erstellen, was ihr alles sehen und erleben möchtet. Ein guter Anhaltspunkt für das, was in der geplanten Reisedauer machbar ist, sind geplante Rundreisen von Reiseveranstaltern, die sich schon vielfach bewährt haben. Ihr könnt euch zum Beispiel im Reisebüro unverbindlich eine Rundreise zusammenstellen lassen oder einfach ein bisschen im Internet stöbern und euch an den dortigen Angeboten orientieren. Natürlich lassen sich diese Beispiele für euren ganz individuellen Japantrip flexibel anpassen. Wenn die grundsätzliche Reiseroute und das Programm während des Aufenthaltes feststehen, kann es an die weiterführende Reiseplanung gehen.

Wegen sprachlicher Probleme müssen Japanreisende sich übrigens überhaupt keine Sorgen machen. Das Land ist äußerst gastfreundlich und deshalb international ausgerichtet. Fast überall reichen Englischkenntnisse völlig aus, um sich zu verständigen. Auch alle wichtigen Hinweis- und Verkehrsschilder sind in Japan zusätzlich in englischer Sprache beschriftet. So kommen auch Touristen mit guten Englischkenntnissen gut allein zurecht. Allerdings freuen sich die Japaner erfahrungsgemäß sehr, wenn Besucher aus dem Ausland sich die Mühe machen, ein paar grundlegende japanische Formulierungen zu lernen. Mit diesem kleinen Reisewortschatz macht ihr gleich einen guten Eindruck bei euren Gastgebern:

Guten Tag: Konnichiwa
Auf Wiedersehen:  Sayounara
Danke: Arigatō
Wie komme ich zum Flughafen? kuukou wa doko desu ka
Entschuldigen Sie bitte: gomennasai

Wie viel Zeit solltet ihr für die Japanreise einplanen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da verschiedene Faktoren relevant sind. Zunächst einmal kommt es natürlich darauf an, wie viel Auszeit ihr euch nehmen könnt. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Japan als Reiseziel nicht gerade ein Katzensprung ist, weshalb sich ein Aufenthalt eigentlich nur für eine längere Reise lohnt. Der Flug muss mit ungefähr 11 Stunden eingeplant werden, deshalb sollten für den eigentlichen Aufenthalt im Land mindestens 10 bis 14 Tage übrigbleiben. Entspannter lässt sich ein ausgiebiges Sightseeing-Programm allerdings in drei Wochen Urlaub verpacken.

Nach dem Langstreckenflug solltet ihr erst einmal ein oder zwei Tage mit wenig Programm einplanen, um richtig anzukommen und den Jetlag richtig zu verpacken. Japan liegt acht Stunden vor unserer Zeit, weshalb Tag- und Nacht-Rhythmus durch den Flug ganz schön durcheinandergeraten können. Wer sich nach der Ankunft erst einmal ein oder zwei Tag in Tokio und der näheren Umgebung gönnt, um zeitlich am Reiseziel anzukommen, kann den restlichen Urlaub meist besser genießen. Dasselbe gilt übrigens für die Heimreise. Idealerweise bleiben euch zu Hause auch noch einmal mindestens ein oder zwei freie Tage, um den Jetlag zu verarbeiten und wieder in der deutschen Zeitzone anzukommen.

Ein Bild, das Himmel, draußen, Wasser, Gebäude enthält.

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Von Tokio aus das Land erkunden

Ganz gleich, für welche Reiseroute ihr euch entscheidet, der Ausgangspunkt ist in der Regel immer Tokio. Der große internationale Flughafen ist nämlich das Ziel für alle Direktflüge aus Deutschland. So lässt sich Japan in einer etwa elfstündigen Reise ohne Umsteigen bequem erreichen.

Von Tokio aus gibt es unzählige Möglichkeiten, um die Schönheiten Japans zu entdecken. So könnte es zum Beispiel von Tokio aus nach Kyoto weitergehen. Schon auf der Reise dorthin gibt es einige interessante Zwischenstopps mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Die Kaiserstadt Kyoto selbst ist für Kulturfans ein absolutes Must-See. Auch Osaka und Hiroshima sind als Reiseregionen unbedingt zu empfehlen. Diese Highlights sollten auf eurer Japan-Rundreise auf keinen Fall fehlen:

1. Tokio City

Die pulsierende Weltstadt ist unbedingt einen längeren Aufenthalt wert. Der Ueno-Park, der Tokio-Tower und die Tokio-Bay sind nur drei Wahrzeichen der Stadt, die ihr euch unbedingt anschauen solltet. Wer auf Geschichte und Kultur steht, sollte außerdem nicht auf den Sensō-ji und den Akasuko-Schrein verzichten, zwei traditionelle Tempel, die Japans atemberaubende Geschichte greifbar machen.

Auch das Umland von Tokio hat mit seinen zahlreichen historischen Tempeln und dem 13 Meter hohen Großen Buddha im Städtchen Kamakura viel zu bieten. Für Tokio lohnt sich ein mehrtätiger Aufenthalt, denn nachdem der Jetlag verarbeitet ist, gibt es hier viele historische und moderne Sehenswürdigkeiten zu erleben.

Ein Bild, das draußen, Baum, Himmel, Gebäude enthält.

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2. Kyoto

Die Kaiserstadt Kyoto ist Kultur und Geschichte pur. Hier reihen sich zahlreiche traditionelle Tempel und Monumente aneinander. Im Gion-Viertel könnt ihr euch auf die spuren der traditionellen Geisha-Kultur Japans begeben und in die Geschichte eintauchen. Mit dem Kennin-ji-Tempel, dem ältesten Tempel Japans, könnt ihr eines der wichtigsten Wahrzeichen des Landes und seiner facettenreichen Kultur hautnah erleben. Ein ebenso starker Touristenmagnet ist aber auch der Kiyomizu-dera-Tempel, der auf keiner Japan-Rundreise fehlen darf. Und was wäre eine Kaiserstadt ohne den Kaiserpalast? Der Kaiserpalast Sento-gosho ist seit über 1000 Jahren in ununterbrochener Folge die kaiserliche Residenz. Lange Zeit war eine spezielle Voranmeldung erforderlich, um das beeindruckende Gebäude besuchen zu dürfen. Inzwischen ist er Zutritt für Besucher auch ohne Voranmeldung gestattet.

Da Kyoto vor historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten überläuft, sollte der Stadt und der Region ein ausgiebiger Aufenthalt gewidmet werden. Wir empfehlen einen Zwischenstopp von mindestens zwei bis vier Tagen, um alles in Ruhe genießen zu können.

3. Osaka

Osaka und die umliegende Region könnten das nächste Etappenziel nach dem mehrtätigen Stopp in Kyoto sein. Osaka ist die drittgrößte Stadt des Landes und hat dementsprechend viel zu bieten. Die Burg ist beispielsweise ein echtes Must-See. Im Umland ist die Stadt Himeji einen Besuch wert. Die dortige Burganlage wurde sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

4. Hiroshima

Hiroshima ist wegen des dramatischen Atomschlags im Jahre 1945 zu trauriger Berühmtheit gelangt. Heute sind die Stadt und ihr Umland ein historisches Wahrzeichen Japans und wieder ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Neben dem Friedenspark und dem A-Bomb-Dome ist auch die Burg Hiroshima-Castle ein Must-See. Das beeindruckende Gebäude wurde nach dem Atomschlag nach historischem Vorbild wiederaufgebaut.

Natürlich sind diese Reiseetappen längst nicht alles, was Japan zu bieten hat. Kultur, Geschichte, pulsierendes Leben, kulinarische Köstlichkeiten und die berühmte japanische Gastfreundschaft sind immer wieder einen Reise wert. Gestaltet eure Japanrundreise ganz nach euren eigenen Vorlieben und Schwerpunkten. Eure Gastgeber freuen sich, wenn ihr euch so richtig wohl fühlt und gerne noch einmal nach Japan zurückkehrt.

Bildquelle:

  • Abbildung 1: @ Kanenori (CCO-Lizenz) / pixabay.com
  • Abbildung 2: @ xegxef (CCO-Lizenz) / pixabay.com
  • Abbildung 3: @ Mariamichelle (CCO-Lizenz) / pixabay.com

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